Bereits vor der Vermietung, also während der Bau- oder Erwerbsphase, kann der Vermieter sämtliche Kosten, die keine Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind, als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen. Im Wesentlichen sind das:

 

  • Geldbeschaffungskosten
    Hierzu zählen die Schätz-, Wertberechnungs-, Bearbeitungs- und Bürgschaftskosten der Kreditinstitute. Auch die Fahrten zur Finanzierungsberatung bei Kreditinstituten sind absetzbar.
  • Bauzeitzinsen
  • Zwischenfinanzierungszinsen
  • Schuldzinsen (ohne Tilgungsbeträge)
  • Darlehens- und Zwischenfinanzierungszinsen; fallen besonders bei Neubauten an, da hier meist nach Baufortschritt bezahlt wird.
  • Notarkosten und die Gebühren des Grundbuchamts
  • Maklerkosten
  • Erhaltungsaufwand bei Gebrauchtimmobilien. Beim Erwerb einer bereits bestehenden Immobilie besteht häufig Bedarf an Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten.